Wir alle kommen mit Grundemotionen wie Freude, Wut, Angst, Ekel, Trauer oder Überraschung auf die Welt. Diese sind tief in einem uralten Teil unseres Gehirns verwurzelt – dem sogenannten Reptiliengehirn. Vor Jahrmillionen waren sie überlebenswichtig: Sie steuerten blitzschnell Reaktionen wie Kampf (Fight), Flucht (Flight) oder Erstarren (Freeze).
Heute geht es im Alltag meist nicht mehr ums nackte Überleben, doch die Intensität dieser Reaktionen ist geblieben. Wenn die Wut hochkocht oder die Angst uns lähmt, ist das oft eine Antwort dieses uralten Systems.
„Emotionen sind wie Wellen: Wir können sie nicht stoppen, aber wir können lernen, auf ihnen zu reiten.“
Während Emotionen instinktiv sind, sind Gefühle das, was danach kommt. Sie sind das Ergebnis unserer Interpretation: Wenn wir beginnen, eine Situation zu bewerten und zu verarbeiten, entstehen Gefühle wie Hilflosigkeit, Neid oder Zweifel. Oft stecken hinter negativen Gefühlen positive Absichten. Die Wut kann eine enorme Kraft sein, die uns antreibt, etwas zu verändern, die Angst hat ganz oft eine Schutzfunktion. Gemeinsam schauen wir in meiner Beratung in Eugendorf hinter diese Gefühle: Woher kommen sie? Was wollen sie dir sagen? Und wie kannst du sie konstruktiv nutzen?
Kennst du das? Ein bestimmtes Wort, ein Blick deines Partners oder der Tonfall deines Chefs – und plötzlich „siehst du rot“ oder fühlst dich unendlich klein. Das sind Trigger. Ein Trigger ist wie eine Abkürzung zu einer alten Erinnerung. Das kann etwas Positives sein (wie der Duft von Zuckerwatte, der dich an den Adventmarkt deiner Kindheit erinnert) oder eben etwas Belastendes, das ganz oft aus der Vergangenheit - vergangenen Erlebnissen oder eben aus der Kindheit kommt. Weil wir als Kind eben am verletzlichsten sind und viele Reaktionen oder Gesagtes nicht einordnen konnten.
Häufige Themen, die durch Trigger sichtbar werden
Selbstwert: „Ich glaube nicht an mich oder das, was ich tue.“
Abgrenzung: „Ich kann nicht Nein sagen und weiß nicht, warum.“
Kontrollverlust: „Ich werde schnell aggressiv oder bin ständig genervt.“
Blockaden: „Ich bin antriebslos und weiß nicht, was ich eigentlich will.“
Zwischenmenschliches: Konflikte in der Partnerschaft, die immer nach demselben Muster ablaufen.
Vielleicht hast du dich bisher vor Verletzungen geschützt, indem du dich abgeschottet hast. Doch nur wenn wir verstehen, welche „Knöpfe“ gedrückt werden, können wir lernen anders zu reagieren. Wir arbeiten gemeinsam daran deine Trigger zu identifizieren und die unbewussten Muster aufzulösen, damit du wieder freier entscheiden kannst, wie du dich fühlen möchtest.
Du musst deinen Reaktionen nicht hilflos ausgeliefert sein. Lass uns gemeinsam Ordnung in dein Gefühlsleben bringen und die alten Trigger entschärfen. Ich freue mich darauf, dich in meinem „Raum für Begegnungen“ auf diesem Weg zu begleiten.