Abschiednehmen ist ein aktiver Prozess. Es ist der Moment, in dem wir das „Wir“ loslassen müssen, um zu einem neuen „Ich“ zu finden. Dies kann am Sterbebett geschehen, bei der Trauerfeier oder noch Jahre später durch Rituale. Abschied nehmen in welcher Form auch immer, ist ein wichtiger Prozess, damit es auch in einem ankommt, was geschehen ist. Wenn man diese Möglichkeit nicht nutzen kann, fehlt meist etwas. Sogar Kindern kann man das zumuten, damit sie verstehen. Wenn man gut begleitet ist, ist das eine wertvolle Erfahrung.
Der Umgang: Gestalte deinen Abschied so individuell wie deine Beziehung war. Es gibt kein Gesetz, wie man Abschied nimmt. Ein Brief, ein letztes Gespräch, ein besonderer Ort oder ein stilles Ritual in meiner Praxis in Eugendorf oder in der Natur können helfen, den ersten Schritt in das "Danach" zu wagen.
Bewahre Erinnerungen an die verstorbene Person auf. Dies kann durch das Ansehen von Fotos, das Schreiben von Tagebucheinträgen oder das Erstellen eines Gedenkbuches geschehen und auch das Aufheben eines Kleidungsstückes, eines Stofftieres oder anderer persönlicher Gegenstände, die für dich Bedeutung haben.
Und jetzt? All das bringt uns dazu unser Leben zu überdenken, wir sind angehalten uns neu zu orientieren. Und es gibt viele Fragen die uns
beschäftigen.