Der Tod erschüttert erstmal unser Fundament. Er löst manchmal ein Chaos aus Gefühlen aus: Schock, Wut auf das Schicksal, Schuldgefühle oder eine lähmende Leere. Wir fühlen uns auf einmal fremd in unserer eigenen Welt, in unserem zuhause. Alles fühlt sich so anders an. Wir verlieren den Glauben an das Gute, hadern vielleicht mit Gott und der Welt, fragen uns: warum denn ich, warum passiert mir das?
Der Umgang: Akzeptiere das Chaos, nur das Chaos, sonst nichts. In der psychosozialen Beratung schauen wir uns diese Wellen der Gefühle gemeinsam an. Es geht darum, sich selbst die Erlaubnis zu geben, „nicht zu funktionieren“. Du darfst wütend sein, Du darfst weinen und Du darfst auch irgendwann wieder lachen.
Gefühle: Trauer geht oft mit verschiedenen Emotionen einher, darunter Wut, Schuldgefühle, Traurigkeit und sogar Erleichterung. Erlaube dir all diese Gefühle zu empfinden, ohne dich selbst zu verurteilen.
Unterstützung durch Familie und Freunde: Es ist in Ordnung Hilfe von anderen anzunehmen. Sei es bei alltäglichen Aufgaben oder als emotionale
Unterstützung. Menschen in deiner Umgebung möchten in der Regel helfen, nur manchmal wissen sie nicht wie.
Selbstfürsorge: Während des Trauerprozesses ist es wichtig auf sich selbst aufzupassen. Wenn möglich iss gesund, gehe spazieren und wenn es nur 10 Minuten sind, nimm dir Zeit für dich, gehe bewusst in die Trauer hinein und wieder heraus.
Dankbarkeit: Wenn Du es schaffst dankbar zu sein, kann auch das entlastend sein. Dankbarkeit für die gemeinsamen Erlebnisse, Stunden, Gespräche, die Zeit.
Schuld und schlechtes Gewissen: dienen dir nicht, sind aber vielleicht auch sehr präsent. Deshalb gib sie gedanklich in ein kleines Kästchen zum aufbewahren. Oder schreib einen Zettel und gib den in ein reales Kästchen hinein und lass ihn da drinnen liegen.