Trauer entsteht nicht nur durch Tod. Alles was wir verlieren, können kleine Tode sein. Sie nehmen uns vielleicht unsere Identität und gewohnte Struktur, verändern unseren Tagesablauf, Gewohnheiten fallen weg, verändern sich. Verlust bedeutet nicht nur einen geliebten Menschen oder ein Tier zu verlieren. Das Gefühl, dass hier ein Weg endet, den man lange gegangen ist, kann sehr belastend sein. Manchmal in unserem Leben stehen wir an so einem Weg. Links und rechts blühen Blumen und der Himmel zeigt sein strahlendes Blau. Nur wir können es nicht sehen, wahrnehmen, fühlen, annehmen.
Der Umgang: Erkenne an, dass du trauern darfst, auch wenn „niemand gestorben ist“. Gib deinem Schmerz über den verlorenen Status oder die verlorene Sicherheit Raum. Es ist wichtig, die Vergangenheit zu würdigen, bevor man den Blick auf neue Möglichkeiten richten kann.
Viele Verluste lösen Trauer aus und man fühlt sich dabei oft ganz schön alleine und fällt dabei manchmal in ein tiefes Loch.
Bewusstes durchgehen durch die Emotionen und Gefühle und der Veränderung Raum geben.
Bei jedem Gefühl lass es einfach da sein, denn es will gesehen und gefühlt werden. Sag ihm liebevoll:
Trauer braucht seine Zeit und die Auseinandersetzung mit dem was gerade ist. Wenn wir das schaffen, dann bietet es uns eine innere Freiheit und einen inneren Frieden. Immer wenn sich eine Tür schliesst, öffnet sich eine andere, immer wenn ich mich gut verabschieden kann, wird Platz für etwas Neues geschaffen. Dann werden wir unseren Platz wieder finden, wo wir uns wohl, sicher und geborgen fühlen können.